In meiner Karriere habe ich schnell gelernt: Netzwerke sind der Multiplikator für Wachstum. Doch viele tun sich schwer damit, um Einführungen zu bitten. Manche fragen zu direkt, andere zu zaghaft – am Ende gehen wertvolle Chancen verloren. Die Kunst besteht darin, das richtige Maß, den richtigen Zeitpunkt und die richtige Sprache zu finden.
Viele unterschätzen den Wert eines persönlichen Kontakts. In den frühen Jahren dachte ich, ein gutes Pitch Deck reiche aus. Doch was mir letztlich Türen öffnete, waren nicht Dokumente, sondern Menschen. Wer eine warme Empfehlung mitbringt, wird fast immer ernster genommen.
Das liegt daran, dass Vertrauen in Geschäftskontexten selten sofort da ist. Eine gute Einführung verschafft einem einen Kredit an Glaubwürdigkeit. Ich habe es mehrfach erlebt: Gespräche, die über eine persönliche Einladung zustande kamen, hatten drei- bis viermal höhere Abschlussquoten. Das gilt für B2B ebenso wie für Investorengespräche.
Kurz gesagt: Eine gute Einführung ersetzt Wochen kalter Akquise. Aber – sie muss sorgsam angefragt und gepflegt werden.
Timing entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Ich erinnere mich an einen Kollegen, der während einer Krisenphase seines Projekts überhastet um Einführungen bat. Das Ergebnis: Er wirkte verzweifelt.
Der beste Zeitpunkt ist, wenn man klar formulieren kann, warum man die Einführung braucht und was der andere davon hat. Nicht in der Not, sondern in der Planung. Ich selbst bitte heute nur dann um ein Intro, wenn ich einen klaren Gesprächsanlass habe – zum Beispiel ein konkretes Projekt oder eine Lösung, die gerade zum Markt passt.
Wenn man zu früh fragt, fehlt Substanz. Fragt man zu spät, wirkt es oft opportunistisch. Die Balance ist entscheidend.
In meinen Beratungsjahren habe ich unzählige verwirrende Anfragen gesehen. „Kannst du mich bitte mal mit jemandem in deinem Netzwerk verbinden?“ – zu allgemein. Die Folge: Niemand weiß, wem man helfen soll.
Was dagegen wirkt: Eine präzise Anfrage. Wer genau ist die Zielperson? Welches Thema soll im Gespräch angesprochen werden? Idealerweise: eine kurze Formulierung, die der Einführende einfach weiterreichen kann. Ich schreibe meist einen Zwei-Zeiler, der das Anliegen klar erklärt.
Dieser Ansatz reduziert die Hürde für den Kontaktgeber dramatisch. Er muss nur copy-pasten und seine Glaubwürdigkeit dazugeben. Einfachheit ist hier Trumpf.
Ein Fehler, den ich selbst lange beging: Ich habe gefragt, ohne zu zeigen, welchen Nutzen die Einführung für den anderen bringt. Das wirkte schnell einseitig.
Heute sage ich klar: „Ich glaube, dass es für Person X von Vorteil sein könnte, unser Gespräch zu führen, weil…“. Mit dieser Haltung zeige ich, dass ich nicht nur nehme, sondern auch gebe.
In der Praxis wirkt dieser Ansatz doppelt. Erstens fühlt sich der Einführende wohler. Zweitens hat die neu erreichte Person direkt einen Grund, neugierig zu sein. Kurz: Ein beidseitiger Mehrwert schafft Balance.
Niemand möchte Arbeit aufgebürdet bekommen. Ein häufiger Fehler ist es, den „Mittelsmann“ in eine umständliche Rolle zu drängen.
Deshalb liefere ich immer ein „Intro Message Template“. Es enthält drei Punkte: Wer ich bin, worum es geht, und warum das Gespräch spannend sein könnte. Der Einführende kann das ohne Aufwand weiterleiten.
Das spart Zeit und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Bitte nicht liegenbleibt. In meinen Projekten habe ich gesehen: Mit dieser Methode steigen die Erfolgsquoten deutlich, weil die Einstiegshürde gering bleibt.
Es gibt Situationen, in denen ein Kontaktgeber schlicht Nein sagt – aus Loyalität, oder weil er den Zeitpunkt nicht passend findet. Früher empfand ich das als Rückschlag. Heute weiß ich: Das gehört dazu.
Respekt zu zeigen stärkt langfristig die Beziehung. Ich sage oft: „Absolut kein Problem, danke fürs Nachdenken.“ Häufig kommt später eine neue Möglichkeit von derselben Person zurück.
Der Schlüssel: Nicht drängen. Sozialer Druck zerstört Vertrauen.
Einführungen sind kein Einmalgeschäft, sondern Teil von Beziehungen. Die besten Kontakte ergeben sich oft dann, wenn man selbst über Monate oder Jahre investiert hat.
Ich erinnere mich an ein Projekt, bei dem eine Einführung erst nach zwei Jahren regelmäßigen Austauschs zustande kam – und genau diese wurde zur entscheidenden Weichenstellung. Wer immer nur dann anruft, wenn er etwas braucht, verbrennt sein Netzwerk.
Mein Rat: Pflege Kontakte, auch wenn du gerade nichts konkret brauchst. Wer gibt, bekommt irgendwann zurück.
Heute läuft vieles digital. Ein LinkedIn-Intro wirkt schnell und effizient. Aber: Persönliche Treffen bleiben unersetzlich.
Ich kombiniere beides. Ein erstes Intro per Mail oder LinkedIn, danach eine Einladung zum Kaffee. In einer Welt, wo jeder hunderte Nachrichten am Tag bekommt, bleibt das persönliche Gespräch das wirkungsvollste Signal.
Ein gutes Intro kann digital starten, aber langfristige Effekte entstehen fast immer im physischen Austausch. Mehr zum Thema professionelles Networking findest du auch bei Harvard Business Review.
Viele ruinieren Einführungen dadurch, dass sie das Nachfassen vernachlässigen. Eine gute Einführung ohne Follow-up verpufft.
Ich melde mich nach jedem Intro direkt bei beiden Parteien. Beim neuen Kontakt bedanke ich mich, halte das Gespräch schlank und frage nach einem nächsten Schritt. Beim Einführenden schicke ich ein kurzes Feedback – so bleibt er informiert und fühlt sich bestätigt, dass seine „soziale Investition“ sinnvoll war.
Dieser Rückkanal sorgt dafür, dass Leute mich auch künftig gerne einführen. Einfache Höflichkeit steigert den langfristigen Return.
Wie man um Einführungen bittet, ist weniger eine Frage von Technik als von Haltung. Klarheit, Respekt, Timing und Follow-up sind die Bausteine. Wer Netzwerke als laufende Beziehungspflege versteht, statt als Strohfeuer für kurzfristige Vorteile, wird immer wieder Türen geöffnet bekommen.
Mit einer klaren, kurzen Nachricht, die für den Einführenden leicht weiterzureichen ist und Mehrwert betont.
Ja, Transparenz schafft Vertrauen. Wer sein Ziel klar macht, erleichtert dem anderen die Entscheidung.
Kurz und prägnant: am besten zwei bis drei Sätze, die alles Notwendige enthalten.
Respektieren. Druck zerstört Vertrauen. Oft ergibt sich später eine andere Gelegenheit.
Sehr wichtig. Eine zu frühe oder zu späte Anfrage kann Wirkung verlieren oder unpassend wirken.
Meist ja. Eine gut formulierte Nachricht bietet Klarheit und erleichtert das Weiterleiten.
Dann zunächst Zielgruppe klar definieren, bevor man Anfragen an sein Netzwerk stellt.
LinkedIn eignet sich hervorragend für erste Intros, ergänzt durch persönliche Gespräche.
Nicht sofort, aber langfristig sollte die Beziehung ausgewogen sein – Geben und Nehmen.
Mit einer kurzen, persönlichen Nachricht an beide Seiten, sofort nach dem Gesprächsstart.
Trotzdem freundlich bleiben, bedanken und offen lassen, ob sich später eine Chance ergibt.
Nicht inflationär. Lieber wenige gezielte Anfragen statt ständiger Bitten.
Unbedingt, das erleichtert es dem Einführenden enorm und steigert die Erfolgsquote.
Ja. Trotz digitaler Tools bleibt das persönliche Gespräch unschlagbar für tiefes Vertrauen.
Vage, unklare Anfragen ohne Nutzen für die andere Seite.
Ja, indem man andere verbindet, zeigt man Großzügigkeit – das verstärkt auch die eigene Glaubwürdigkeit.
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