In meiner Laufbahn habe ich unzählige Mitarbeiter, Führungskräfte und ganze Teams begleitet. Was ich dabei immer wieder gesehen habe: Menschen schreiben viel auf, aber sie überprüfen ihre Journaleinträge selten wirklich systematisch. Genau hier liegt der Unterschied zwischen reiner Selbstreflexion und handfester, umsetzbarer Erkenntnis. Das Überprüfen deiner Journaleinträge kann dir nicht nur helfen, Muster zu erkennen, sondern auch bessere Entscheidungen für dein Geschäft, deine Karriere und dein persönliches Wachstum zu treffen.
Schauen wir uns das ehrlich an: Journale werden oft wie ein Tagebuch benutzt. Aber in einem professionellen Kontext sind sie viel mehr. Sie sind ein Rückspiegel auf deine Gedanken, Entscheidungen und das, was dich antreibt.
In meinen 15 Jahren als Berater habe ich gelernt, dass die besten Führungskräfte ihre Journale systematisch verwenden, um eigene Denkfehler zu identifizieren. Ich erinnere mich an einen Klienten, der mitten in der Marktumstellung seine Journale nutzte, um Muster in seinen Entscheidungen zum Recruiting zu erkennen. Ergebnis: Sein Team wurde resilienter, weil er das Muster seines eigenen Micromanagements entdeckte und gezielt abstellte.
Wenn du deine Einträge nur liest, ohne dir zu überlegen, was das für deine nächsten Schritte bedeutet, verpasst du den eigentlichen Mehrwert. Die Realität ist: Ein konsequent überprüftes Journal ist fast wie ein kostenloses Beratungsinstrument – nur ehrlicher.
Das Erste, was ich jeder Führungskraft rate: Lege fest, wann und wie du deine Journale überprüfst. Ohne Rhythmus verliert man sich im Chaos.
Ein Manager, mit dem ich arbeitete, überprüfte seine Einträge jedes Quartal. Der Effekt war bemerkenswert: Er erkannte, wie seine Stimmung und seine Entscheidungen oft mit unternehmerischen Kennzahlen korrelierten – Umsatzanstiege gingen Hand in Hand mit größerem Optimismus, während Rückgänge übermäßig defensive Töne in seinen Einträgen erzeugten.
Die Kunst liegt darin, weder zu oft noch zu selten zu prüfen. Tägliche Checks führen zur Paralyse durch Analyse. Einmal im Jahr reicht dagegen nicht, um Anpassungen vorzunehmen. In meiner Praxis haben sich 4- bis 6-Wochen-Zyklen bewährt – genug, um Muster klar zu sehen, aber nicht so lang, dass Chancen verloren gehen.
Wenn du deine Journaleinträge überprüfst, achte auf Wiederholungen. Tauchen bestimmte Begriffe oder Probleme immer wieder auf?
Ich sah einmal, wie ein CFO in seinen Einträgen ständig über „fehlende Verantwortung im Team“ klagte. Als wir genauer hinsahen, fiel auf, dass er den gleichen Punkt seit sechs Monaten verschriftlichte, ohne dass sich etwas änderte. Der Aha-Moment war klar: Das war kein kurzfristiger Frust, sondern ein strukturelles Problem.
Solche Themen sind Gold wert. Sie zeigen dir, wo du handeln musst. Oft ist es ein einziges Thema, das, wenn es gelöst wird, 80% deiner gefühlten Schwierigkeiten beseitigt. Das ist die 80/20-Logik, die in der täglichen Praxis entscheidend ist.
Das vielleicht Wichtigste: Lies nicht nur, was du geschrieben hast, sondern wie du es geschrieben hast. Emotionen sind oft die beste Quelle für Erkenntnis.
Ich erinnere mich an meine Zeit während der Finanzkrise. In meinen Einträgen von 2009 sah man deutlich, wie Angst mein Urteilsvermögen beeinträchtigte. Rückblickend konnte ich genau erkennen, wie diese Emotionen mich zu kurzfristigen, defensiven Entscheidungen trieben, die mir langfristig halfen – aber mein Wachstum verlangsamt haben.
Heute lehre ich meine Klienten, diesen Abstand bewusst zu suchen. Frag dich: Schreibe ich gerade aus Gelassenheit oder Panik? Diese Reflexion ist oft wertvoller als die Fakten selbst.
Ein Journal existiert nicht im Vakuum. Setze deine Notizen immer in Bezug zu dem, was draußen geschieht.
Ein CEO, mit dem ich arbeitete, führte seine rückläufige Motivation auf interne Konflikte zurück. Doch bei der Journalüberprüfung sahen wir: In denselben Wochen kam es zu regulatorischen Umbrüchen in seiner Branche. Die externe Unsicherheit färbte auf seine Stimmung ab.
Die Querverbindung zu den Märkten, den Nachrichten und der Branche macht deine Journaleinträge von subjektiven Gedanken zu objektiven Entscheidungshilfen. Ein guter Überblick dazu findet sich etwa auf karrierebibel, das die Technik des Journalings praxisnah erklärt.
Deine Journaleinträge sind wertlos, wenn sie nicht zu Taten führen. Nach jedem Überprüfungsdurchgang: Welche drei Punkte setze ich um?
Ich erinnere mich an ein Team, das auf Basis von Journaleinträgen erkannte, dass Meetings regelmäßig als „Zeitverschwendung“ auftauchten. Konsequenz: Wir strichen 40% aller Meetings und führten klare KPI-abhängige Jour Fixes ein. Nach drei Monaten stieg die Produktivität messbar um 12%.
Das Journal ist nicht dazu da, schön zu klingen. Es ist dein internes Steering-Tool.
Journal-Arbeit ist oft sehr persönlich, aber das Teilen bestimmter Erkenntnisse kann enorme Wirkung entfalten.
Ich empfehle Führungskräften, ausgewählte Passagen im vertraulichen Kreis zu diskutieren – zum Beispiel mit Mentoren oder im Coaching. Einmal sah ich einen Geschäftsführer, der eine jahrelange Blockade löste, weil ein Coach seine Journaleinträge frei interpretierte und ihm so einen blinden Fleck aufzeigte.
Natürlich gilt: Man teilt nicht alles. Aber der Mehrwert liegt darin, dass ein externer Blick Muster erkennt, die man selbst übersieht.
Schließlich: Betrachte deine Journale wie eine Zeitreihe. Sind deine Herausforderungen gleich geblieben, oder haben sie sich verändert?
In der Praxis sah ich, wie Führungskräfte nach zwei Jahren Journalarbeit klar sehen konnten, wie sich ihre Leadership-Stile veränderten. Vom Micromanager zum Visionär – dokumentiert in Schwarz auf Weiß.
Dieses Langzeitdenken verhindert, dass du nur auf die „Krise der Woche“ reagierst. Plötzlich erkennst du echte Entwicklung.
Das Überprüfen deiner Journaleinträge ist kein Luxus, sondern ein strategisches Werkzeug. Es zeigt dir nicht nur, wo du stehst, sondern wie du entscheidest, wie du denkst und wo deine blinden Flecken liegen. Wer konsequent überprüft, verschafft sich nicht nur Klarheit, sondern echte Handlungsstärke – und das unterscheidet Führungskräfte, die reagieren, von denen, die aktiv gestalten.
Alle 4–6 Wochen ist ein praxisnaher Rhythmus, um Muster zu erkennen und rechtzeitig zu handeln.
Nein, tägliche Überprüfung lähmt eher. Kleine Notizen sind okay, aber tiefe Analyse braucht Abstand.
Kategorien helfen, aber sie sind kein Muss. Wichtig ist die Konsequenz im Schreiben und Prüfen.
Das zeigt ein strukturelles Muster. Dann hilft es, den Punkt bewusst anzugehen, nicht nur weiterzuschreiben.
Ja. Markt, Branche und Umfeld prägen deine Gedanken stärker, als du im Alltag wahrnimmst.
Sie sind wertvoll. Sie zeigen, wie Emotionen deine Entscheidungen steuern können – also genau hinsehen.
Ja, gerade in Retrospektiven. Teams können ihre Einträge teilen und so gemeinsame Muster erkennen.
Die besten Erkenntnisse entstehen oft durch Feedback. Aber nur mit Menschen, denen du vertraust.
Achte auf Wiederholung. Einmalige Frustmomente sind weniger relevant als Themen, die ständig auftauchen.
Beides funktioniert. Digital ist schneller, Papier zwingt dich, bewusster zu reflektieren. Entscheide situativ.
Vergleiche nach Monaten oder Jahren. Veränderungen in Sprache, Themen und Haltung zeigen Wachstum.
Nein. Wichtig ist eher die Regelmäßigkeit und dass du später einen roten Faden erkennen kannst.
Nein. Jeder, der Entscheidungen trifft oder wachsen will, profitiert enorm vom Journaling.
Du kannst deine Analysen mit Coaches durchgehen. Aber die Roharbeit bleibt bei dir.
Gerade dann. In Veränderungsphasen zeigt Journaling Muster, die du mitten im Chaos übersiehst.
Selbst drei Sätze können Gold sein – solange du sie später im Kontext reflektierst.
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