In über 15 Jahren in Führungsrollen habe ich unzählige Networking-Events besucht und selbst moderiert. Glauben Sie mir, die Frage „Was sage ich bei einem Networking-Event?“ ist keine Kleinigkeit. Worte können eine Tür öffnen oder sie endgültig verschließen. In dieser Welt zählt nicht nur, wen man kennt, sondern auch, wie man spricht. Networking ist heute anders als noch 2010 – es geht weniger um Visitenkartenstapel, sondern mehr um authentische Gespräche.
Der erste Eindruck entscheidet häufig, ob das Gespräch überhaupt in die Tiefe geht. Nach meiner Erfahrung in der Unternehmensberatung haben Menschen innerhalb der ersten 20 Sekunden ein Bild von Ihnen. Deshalb ist es entscheidend, wie Sie sich am Anfang positionieren.
Sagen Sie nicht gleich Ihre Berufsbezeichnung herunter. Stattdessen sollten Sie eine kurze, prägnante und zugleich menschliche Einführung geben. Beispiel: „Ich helfe Mittelständlern, ihre Vertriebsprozesse digital an den neuen Käuferzyklus anzupassen.“ Das ist persönlicher und gleichzeitig fachlich interessant.
Der erste Eindruck umfasst auch Körpersprache. Ein fester Händedruck, Blickkontakt und eine offene Haltung wirken authentisch. Ich erinnere mich an einen Finanzvorstand, der zwar brillant war, aber ein unnahbares Auftreten hatte – kein Wunder, dass kaum jemand sein Gespräch fortsetzen wollte. Authentizität zählt hier deutlich mehr als reiner Inhalt.
Die meisten machen den Fehler, nur über sich selbst zu reden. Was ich gelernt habe: wahres Networking besteht darin, anderen Raum zu geben. Stellen Sie relevante Fragen: „Wie wirkt sich die Marktveränderung aktuell auf Ihr Geschäft aus?“ So zeigen Sie echtes Interesse.
Damals 2018, als viele Unternehmen mit E-Commerce überfordert waren, habe ich durch gezielte Fragen sofort erfahren, wer wirklich offen für Veränderungen war und wer nur aus Pflicht auf dem Event stand. Auf diese Einblicke hätte ich mit einer Selbstpräsentation nie Zugriff gehabt.
Außerdem: Monologe langweilen. Ein Dialog, der auf den anderen eingeht, bleibt hängen. Die Kunst liegt darin, 70% zuzuhören und 30% zu sprechen. Wer das schafft, positioniert sich automatisch als vertrauenswürdiger Ansprechpartner.
Networking ist kein Bewerbungsgespräch, sondern die Gelegenheit, menschlich Verbindung aufzubauen. Menschen erinnern sich eher an Geschichten als an trockene Fakten.
Ich erzähle gern von Fehlern, die uns damals bei einem internationalen Rollout teuer zu stehen kamen. Solche Anekdoten machen Sie nahbar und zeigen, dass Sie nicht nur Erfolge, sondern auch Rückschläge kennen. Das wirkt auf erfahrene Gesprächspartner zehnmal ehrlicher als ein perfektes Image.
Achten Sie darauf, kurze Geschichten einzusetzen, die eine Botschaft tragen – keine endlosen Details. Ein 60-Sekunden-Beispiel aus Ihrer Laufbahn hinterlässt Wirkung und kann das Gespräch in spannende Richtungen lenken.
Bei Networking-Events wollen andere spüren, dass Sie die Dynamik Ihrer Branche verstehen. Es geht nicht darum, einen Fachvortrag zu halten, sondern gezielt kluge Punkte einzustreuen.
Wenn Sie sagen: „Die Nachfrage zyklischer Güter hat sich in den letzten Quartalen stark verlagert, und das spüren unsere Vertriebspartner massiv“, signalisieren Sie Kompetenz. Ich erinnere mich an die Finanzkrise, als viele Kollegen Themen umgingen – die, die offen analysierten, blieben lange in Erinnerung.
Heutige Gespräche drehen sich oft um KI, regulatorische Veränderungen oder Nachhaltigkeit. Wer konkrete, relevante Punkte nennt, gewinnt Respekt.
Ein guter Elevator Pitch ist Pflicht. Viel zu viele unterschätzen das. In meiner Karriere habe ich gesehen, wie Leute Chancen verloren, nur weil sie in zwei Minuten nicht klar waren.
Ihr Pitch muss kurz, bildhaft und anschlussfähig sein. „Ich entwickle Marketingstrategien, die messbar 20% Conversion-Steigerung bringen“ bleibt besser hängen als „Ich bin im Marketing tätig“.
Der Trick: kein Marketing-Blabla, sondern ein klares Nutzenversprechen. Achten Sie darauf, den Pitch situativ anpassen zu können. Mal liegt der Fokus auf Zahlen, mal auf Vision, mal auf Partnerschaften – je nach Gesprächspartner.
Viele versuchen, eine Rolle zu spielen. Aber: Menschen merken das sofort. Authentizität schlägt Taktik.
Einmal habe ich bei einem Branchendinner erlebt, dass ein Vorstand permanent Fachwörter und Buzzwords nutzte. Nach fünf Minuten war die Energie aus dem Gespräch raus. Später brillierte ein Startup-Gründer mit ehrlichen Einblicken – obwohl er „nur“ erste Umsätze machte, wollte jeder mit ihm sprechen.
Die Realität ist: Authentizität baut mehr Brücken als jede Verkaufsstrategie. Zeigen Sie echte Begeisterung, auch für Themen außerhalb des Business, dann entsteht Bindung.
Am Ende des Gesprächs sollten Sie den Blick nach vorne öffnen. Networking endet nicht an diesem Abend, es ist der Startpunkt.
Formulieren Sie z. B.: „Lassen Sie uns in zwei Wochen sprechen, ich habe eine Idee, wie wir Ihre Expansion nach Asien strukturieren könnten.“ So schaffen Sie eine konkrete Anknüpfung. Laut meiner Erfahrung sichern sich die, die klar eine Fortsetzung aufzeigen, 50% mehr nachhaltige Kontakte als die, die vage bleiben.
Diese Forward-Thinking-Haltung macht den Unterschied zwischen einem kurzen Small Talk und einer realen Geschäftsbeziehung.
Früher tauschte man Visitenkarten, heute verbindet man sich digital. LinkedIn hat dabei vieles verändert.
Ein praktischer Punkt: Direkt nach dem Gespräch auf LinkedIn vernetzen und mit einer kurzen Notiz erinnern: „War spannend zu hören, wie Ihr Unternehmen mit Nachhaltigkeit umgeht – freue mich auf Austausch.“ Das wirkt authentisch und professionell. Passend dazu: LinkedIn Tipps zum Networking.
So bleibt man im Gedächtnis und kann das Gespräch fortführen, ohne dass die Erinnerung verblasst.
Networking scheitert oft daran, dass man den Kontakt nach dem Event nicht mehr pflegt. Nachfassen ist entscheidend.
Ob eine kurze Mail, ein Artikel, den Sie teilen, oder ein konkreter Terminvorschlag – das Nachhaken zeigt Ernsthaftigkeit. Ich habe gelernt: Wer innerhalb von 48 Stunden ein Follow-up sendet, bleibt im Kopf. Wer das nach einer Woche tut, hat schon 70% Wirkung verloren.
Die Kunst liegt in persönlichem Bezug. Kein Massenmailing, sondern ein individueller Aufhänger. Nur so entsteht eine belastbare Geschäftsbeziehung.
Was man bei Networking-Events sagt, entscheidet über echte Chancen oder verpasste Möglichkeiten. Es geht nicht um perfekte Sätze, sondern darum, Wirkung zu erzielen: durch Authentizität, relevante Geschichten, Branchenkenntnis und das geschickte Andeuten gemeinsamer Zukunft. Worte sind Werkzeuge – nutzen Sie sie richtig, öffnen sich Türen, die sonst verschlossen bleiben.
Ein einfacher, authentischer Einstieg funktioniert am besten, wie „Freut mich, Sie kennenzulernen, was führt Sie her?“
Indem man gezielt Fragen stellt und wirklich zuhört. Gespräche gelingen, wenn es ein Dialog ist, kein Vortrag.
Ein kurzer Überblick von maximal 60 Sekunden, der Ihr Nutzenversprechen klar vermittelt und im Kopf bleibt.
Kein Lebenslauf. 30 bis 60 Sekunden, mit Fokus auf aktuelle Relevanz und Nutzen, ist völlig ausreichend.
Ja, solange sie kurz sind und eine Botschaft tragen. Geschichten bleiben besser im Gedächtnis als Fakten.
Nur, wenn der Gegenüber sie versteht. Fachbegriffe können Kompetenz zeigen, aber Übertreibung wirkt distanziert.
Sehr wichtig. Aufrechter Stand, Blickkontakt und ein offenes Lächeln wirken überzeugender als jeder Fachbegriff.
Am besten innerhalb von 48 Stunden. Danach nimmt die Wirkung stark ab und der Kontakt kühlt ab.
Ja, in Maßen. Ein kurzer, passender Humor bricht das Eis, übertriebener Witz wirkt unprofessionell.
In Maßen. Persönliche Offenheit schafft Nähe, aber bleiben Sie professionell – Geschäft bleibt im Vordergrund.
Lieber fünf tiefere Gespräche führen als zwanzig oberflächliche. Qualität schlägt hier klar Quantität.
Schreiben Sie Notizen direkt nach dem Gespräch oder in Ihrer LinkedIn-App, um Details später aufzugreifen.
Heute nur noch ergänzend. Digitales Vernetzen ist effektiver und sorgt für eine nachhaltige Verbindung.
Freundlich beenden, mit Ausblick: „War schön, lassen Sie uns später wieder anknüpfen.“ So bleibt Würde gewahrt.
Vorsicht. Erwähnen Sie Wettbewerber neutral, ohne Lästerei. Respektvolle Haltung zeigt Professionalität und Weitblick.
Bereiten Sie zwei bis drei Einstiegsfragen vor. So fällt es leichter, das Gespräch in Gang zu bringen.
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